Blogeintrag
Die Deutschen und das Schifahren
gepostet am 04.02.09 18:32
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Liftgespräch mit der Erörterung der Fragestellung des reziproken Zusammenhangs zwischen der Beherrschung des Sportgerätes Ski und des Humors der Deutschen.
Hallo zusammen, ich war die letzten beiden Wochenenden am Golm und muss einfach mal, jetzt zum Auftakt der Alpin WM, mein schönstes Lifterlebnis mit euch teilen:
Ich sitze im 4er Sessel, neben mir ein Mann mittleren Alters, zu Beginn, für mich noch ohne nennenswerte Merkmale die mir die Nationalität verraten hätten. Wir grüßen uns und schweigen die ersten Minuten, plötzlich lautes lachen. Unter uns fährt gerade eine Gruppe Skianfänger mit ihrem Lehrer.
"Ah, ihr seids schon en lustrigs Völkchen, ihr Deitschen!" meinte mein Liftpartner aus heiterem Himmel. Ich wollte wissen, ob er das eher auf das Skifahren beziehen würde oder generell auf uns. Naja, die Sachen wären ja nicht zu trennen, meinte er. Gerade weil wir uns ja immer noch anmaßen würden und dem Versuch erliegen würden das Skifahren erlernen zu wollen, würde ja gerade unseren Humor ausmachen, da es offensichtlich nicht klappt, wir aber nicht müde werden es zu versuchen. Gut, fand ich ja selbst ganz lustig wie er das so erzählt hat. Wir sind halt keine Bergnation, spielen eher Fußball und brauchen grundsätzlich schon was länger ins nächste Skigebiet. Aber seine folgende Argumentaionskette hat mich dann vollends überzeugt. Er könnte es ja nicht verstehen, dass, abgesehen von Riesch und Neureuther, absolut niemand im Weltcup Ergebnisse erzielt und selbst der Felix kommt ja nie im Ziel an. Wir Deutschen wären doch 10x mehr als die Österreicher, da müßte doch einer Skifahren können.
Ich wollte dann so argumentieren, dass im Vergleich, etwa 75 Millionen Deutsche mindestens 3 Std. Fahrzeit zum nächst größeren Skigebiet haben, 60 Mio. mindetsen 5 Std. etc. Aber alle 8 Mio. Österreicher höchstens 3 Stunden fahren. Somit schon mal, da die Ausgangssituation ungleich anders aussieht. Dazu kommt noch, dass man grundsätzlich in Sölden ein halbes Jahr trainieren kann, wenn man von dort kommt, quasi jeden Tag. Auf dem Feldberg, in einem schlechten Winter gar nicht, in einem guten 50 Tage. (also gehen wir wieder Fußball spielen), und jetzt mal ganz abgesehen von den besser organisierten Trainingsbedingungen etc, wundert er sich immer noch, das wir einfach kein Ski fahren können.
Naja, genau deshalb hängt die Sache auch mit unserem Humor zusammen, wir konnten dann beide darüber lachen....
Autor dieses Beitrages:
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gletscherfieber
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Kommentare
snowrider
gepostet am 09.02.09 08:58
Hallo Gletscherfieber! Deine mathematische Rechnung habe ich nicht verstanden . . . man mag mich jetzt als humorlos bezeichnen ;-) Nein, mal ehrlich! Die Fahrtzeit als Entschuldigung für schlechte Weltcup-Ergebnisse anzuführen ist glaube ich etwas um die Ecke gedacht. Ich denke nicht, dass die deutschen Profiskifahrer in Hamburg wohnen und jedes Mal über 7 Stunden fahren müssen ;-) Vermutlich trainieren sie im gleichen Trainingslager wie unsere Österreicher! Go! Benny, go! :-D














